Spot off, Glow on.
- Elisabeth Kohrs
- vor 1 Tag
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Pigmentflecken sind „plötzlich“ da – und können ganz schön hartnäckig sein. Elisabeth Kohrs bringt Licht ins Dunkle und verrät, welche neuen Wirkstoffe und bewährten Behandlungen den Teint wieder zum Strahlen bringen.

Pigmentflecken sind nie das Ergebnis eines Moments. Erst wenn bestimmte Reize immer wieder auf die Haut treffen, reagieren pigmentbildende Zellen hyperaktiv. „Viele denken, dass Pigmentflecken plötzlich auftauchen“, sagt Elisabeth Kohrs, Inhaberin der Women Lounge in Hamburg. „Aber während oberflächlich noch alles in Ordnung ist, kann unter der Haut längst Alarm sein.“
Den Farbton unserer Haut steuern spezialisierte Zellen, die so genannten Melanozyten. Sie produzieren Melanin, um die Haut vor UV-Strahlung und Lichtschäden zu schützen: Der dunkle Farbstoff legt sich wie ein feiner Schutzfilm über die Zellkerne und absorbiert einen Teil der UV-Strahlung, bevor sie die DNA schädigen kann. Gleichzeitig reagiert die Haut auf UVB-Strahlung mit einer Verdickung der Hornschicht, die UV-Strahlen mechanisch daran hindert, in tiefere Hautschichten einzudringen. „Dieser doppelte Schutzmechanismus baut sich langsam über Wochen auf und bildet so einen natürlichen Lichtschutzfaktor. Die Betonung liegt auf „langsam“. Wird die Haut über längere Zeit immer wieder zu intensiv getriggert, gehen einige Melanozyten in die Überproduktion. Oft schlummert das Problem jahrelang unter die Oberfläche, bis die unregelmäßige Pigmentproduktion sich als mehr oder weniger große Pigmentflecken auf der Haut zeigt.
Nicht nur die Sonne zählt: Wie Pigmentflecken entstehen
Die Sonne bringt die unschönen Flecken ans Licht, aber neben exzessiver UV-Strahlung gibt es weitereUrsachen für ihre Entstehung: Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft und Menopause können die Empfindlichkeit der Pigmentzellen gegenüber Licht erhöhen. Schon geringe UV-Reize können dann ausreichen, um die Melaninproduktion anzukurbeln. Das gleiche gilt für entzündliche Prozesse. Nach Akne, kleinen Irritationen oder minimalen Verletzungen kann es zu einer sogenannten postinflammatorischen Hyperpigmentierung kommen, bei der die Haut als Reaktion auf die Entzündung vermehrt Pigment einlagert. Ein weiterer Faktor ist oxidativer Stress, ausgelöst durch Umweltbelastungen oder Feinstaub. Dabei entstehen freie Radikale, die zelluläre Signalwege aktivieren und die Melaninproduktion zusätzlich stimulieren. Nicht zuletzt spielt auch die Hautbarriere eine entscheidende Rolle. Ist sie geschwächt, reagiert die Haut empfindlicher auf äußere Reize. Sie kann sich schlechter regulieren – und auch pigmentbildende Prozesse geraten leichter außer Kontrolle. „In den meisten Fällen greifen mehrere dieser Faktoren ineinander“, sagt Elisabeth Kohrs.
Neue Ansätze in der Forschung: Pigmentierung als Regulationsproblem
Entscheidend ist aber nicht nur, warum Pigmentflecken entstehen, sondern in welcher Hautschicht sie sich bilden. Während einige relativ oberflächlich in der Epidermis liegen, reichen andere bis in tiefere Bereiche der Dermis. Diese unterschiedliche Tiefe bestimmt, wie gut und wie schnell sich die Verfärbungen wieder zurückbilden lassen. Liegt das überschüssige Melanin tiefer in der Haut, verläuft der Abbau deutlich langsamer – schlicht, weil es erst mit der natürlichen Zellerneuerung an die Oberfläche transportiert werden muss.
„In der dermatologischen Forschung hat sich der Blick auf Hyperpigmentierung in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Wir verstehen die unterschiedlichen Prozesse und Einflüsse immer besser“, sagt Elisabeth Kohrs. „Pigmentflecken werden deshalb zunehmend als Störung der Hautregulation verstanden. Aktuelle Studien zeigen, dass der Behandlungserfolg in hohem Maße davon abhängt, wie stark pigmentbildende Zellen aktiviert werden, wie entzündlich das Hautmilieu reagiert und wie gut die hauteigenen Schutz- und Reparaturmechanismen funktionieren. „Es geht also nicht nur darum, die Hyperpigmentierung zu reduzieren, sondern die Haut insgesamt zu stabilisieren“, so Elisabeth Kohrs. „Erfolgreiche Strategien setzen deshalb auf mehreren Ebenen gleichzeitig an.“
Eine kosmetische Innovation
Moderne Wirkstoffe greifen gezielt in die Abläufe der Pigmentbildung ein, Sie reduzieren nicht nur vorhandene Flecken, sondern helfen der Haut, wieder stabiler zu reagieren.“ Die neue Brightening-Serie von Reviderm adressiert gezielt die unterschiedlichen Aspekte der Pigmententstehung. Im Zentrum steht das Brightening Booster Serum mit dem PureBright-Komplex von Reviderm auf Basis von Tranexamsäure. Der Komplex steckt in einer sicheren „Transportkapsel“, die dafür sorgt, dass die Wirkstoffe kontrolliert und gleichmäßig in der Haut freigesetzt werden.
Ein biotechnologisch gewonnener Shiitake-Extrakt unterstützt den Abbau bereits eingelagerten Melanins und trägt dazu bei, den Hautton auszugleichen. Ergänzt wird die Formulierung durch Niacinamid, das die Pigmentübertragung zwischen den Hautzellen regulieren kann, antioxidativ wirkt und das Hautbild insgesamt verfeinert.
Ein tägliches Must-do während und nach der Behandlung mit dem hocheffektiven Serum: konsequenter Lichtschutz (z.B. Brightening Control Fluid SPF 50 von Reviderm). „Selbst hochwirksame Formulierungen können ihre Wirkung nur entfalten, wenn die Haut nicht täglich erneut durch UV-Strahlung getriggert wird. Ohne ausreichenden Schutz werden pigmentbildende Prozesse immer wieder aktiviert – bestehende Flecken bleiben bestehen oder verstärken sich sogar.
Das Plus an Wirkung: Behandlungen in der Women Lounge
Neben der täglichen Pflege spielen auch apparative und kosmetische Behandlungen eine wichtige Rolle. In der Women Lounge kommen unter anderem die Mikrodermabrasion und individuell abgestimmte Fruchtsäurepeelings zum Einsatz. Beide Methoden zielen darauf ab, ungleichmäßig pigmentierte Hautschichten kontrolliert abzutragen und die Zellerneuerung anzuregen.
Während die Mikrodermabrasion vor allem oberflächliche Verhornungen und Pigmentierungen reduziert, wirken Fruchtsäuren zusätzlich in der Tiefe.
„Entscheidend ist die Kombination“, so Elisabeth Kohrs. „Pflege, Wirkstoffe und Behandlungen müssen ineinandergreifen, damit Pigmentflecken dauerhaft verblassen und der Teint wieder ebenmäßig strahlt.“


